Alles aus Glas

Alles aus
Glas?
Lichtbedingte Alterung, schädliche Umwelteinflüsse, Staub und Feuchtigkeit. Vieles kann Ihrem Kunstwerk gefährlich werden. Daher ist es besser, dieses hinter Glas zu stecken.
Bei hochwertigen Drucken und Ölbildern sollten Sie in jedem Fall über einen Schutz durch Glas nachdenken.
Hier möchten wir Ihnen die verschiedenen Glasarten erläutern.
Als Floatglas wird Glas bezeichnet, das im Fließprozess hergestellt wird. Das Flachglas, dass aus 1.100°C flüssiger Glasschmelze besteht, wird einseitig in ein längliches Bad aus flüssigem Zinn geleitet. In diesem Bad befindet sich Glas und dieses breitet sich wie ein Ölfilm auf dem Flachglas aus. Im weiteren Prozess wird das Glas dann verspannungsfrei abgekühlt. So entsteht das Floatglas. Aufgrund eines hohen Eisenoxid-Anteil wirkt Floatglas leicht grünlich. Aber keine Sorge, bei frontaler Betrachtung fällt dies nicht auf und Sie haben einen klaren Blick auf Ihr Kunstwerk.
Maschinenglas
Als Maschinenglas wird die preisgünstige Variante des Floatglas bezeichnet. Anders als im Floatglas-Verfahren wird die Glasschmelze hierbei gewalzt. Dies führt zu einer leicht welligen Struktur des Glases. Der Welleneffekt verleiht dem Maschinenglas eine besondere Note.
Refloglas
Da Floatglas in aller Regel spiegelt, können Sie auf Refloglas ausweichen. Diese Glasart wird durch ein Ätzverfahren geleitet. Hierbei werden eine oder beide Seiten des Glases angeraut. Die Folge ist, dass sie eine entspiegelte Sicht auf Ihr Kunstwerk genießen können. Es gilt allerdings zu beachten, dass Refloglas für die zusätzliche Nutzung eines Passepartouts ungeeignet ist. Der Abstand zwischen Glas und Bild würde einen Weichzeichnungseffekt auf das Kunstwerk legen und Sie können nicht mehr alles gestochen scharf sehen. Es bleibt aber zu betonen, dass dies nur bei einer Verwendung von Passepartouts erfolgt. Sonst lässt sich Refloglas problemlos einsetzen.
Museumsglas
Auch beim Museumsglas handelt es sich um ein entspiegeltes Bildglas. Museumsglas ist ein Floatglas auf Weißglasbasis. Dabei handelt es sich nicht im eine andere Herstellungsweise, sondern um ein andere Materialzusammensetzung. Museumsglas weist einen reduzierten Eisenoxyd-Anteil auf. Dadurch kommt es zu einer unverfälschten Farbwiedergabe. Durch eine spezielle Antireflex-Beschichtung wird außerdem die Restrefelxion deutlich minimiert. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Ihre Kunstwerke in Räumen aufgehängt werden, in denen verschiedene Lichtquellen auftreffen. Um von allen Seiten einen guten Blick auf das Bild zu haben ist Museumsglas ideal.
Sollte das Kunstwerk viel natürlichem Licht ausgesetzt sein, können Sie einen zusätzlichen UV-Schutz einarbeiten lassen.
Acrylglas ist ein glasähnlichen Kunststoff. Dadurch ist Acrylglas viel leichter als Glas, was insbesondere bei massiven Rahmen ein großer Vorteil ist.
Der größte Nachteil hingegen ist die schlechte Kratzfestigkeit. Wenn Sie die Oberfläche häufig säubern können unschöne Kratzer entstehen. Durch den Kunststoff lädt sich der Ayrlrahmen schnell elektrostatisch auf und zieht so den Staub an. Eine Säuberung wird also öfter von Nöten sein.
Positiv hervorzuheben ist, dass auch Acrylglas mit einem UV- Schutz geliefert werden kann.
Reinigungstipps für Ihr Glas
Um die Langlebigkeit Ihres Bilderrahmens und des Glases zu gewährleisten, müssen Sie einige Dinge beachten:
Normalglas darf mit jedem handelsüblichen Glasreiniger behandelt werden
Acrylglas darf nicht mit alkohol- oder lösungsmittelhaltigen Reinigern in Berührung kommen. Wenn es Flecken gibt, dann entfernen Sie diese am besten mit einem trockenen oder leicht feuchten Baumwoll- oder Mikrofasertuch. So haben Sie auch an Acrylglas lange Freude.
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