Glossar
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Acrylglas |
Polymethylmethacrylat ist die chemische Bezeichnung für Acrylglas, das auch unter dem Begriff Plexiglas bekannt ist. Acrylglas ist ein glasähnlicher, synthetischer, thermoplastischer Kunststoff und wird deshalb auch Kunststoffglas genannt. Acrylglas kann gegenüber den „echten“ Glasarten einige entscheidende Vorteile aufweisen. Es ist äußerst bruchsicher, extrem leicht und hat stumpfe Kanten, so dass die Verletzungsgefahr sehr gering ist. Deshalb wird Acrylglas oftmals in Kindergärten, Schulen oder anderen öffentlichen Gebäuden eingesetzt. Aliases (separate with |): Kunstglas
|
| Alpha-Cellulose |
Ist eine sehr hochwertige Cellulose und trägt in einem hohen Anteil maßgeblich zur Beständigkeit von Papier/Karton bei. Aus diesem Grund wird Alpha-Cellulose auch für Passepartouts verwendet, die bei der konservierenden Einrahmung zum Schutz verwendet werden. |
| Aluminium |
Aluminium, das silberweiße Leichtmetall, wird in Form von Bauxit aus der Erdkruste gewonnen. Wie kaum ein anderes Materila verbindet es zwei Vorzüge. Es ist leicht und gleichzeitig stabil. Aluminium ist eines der wichtigsten Metalle für dem Fahrzeug- und Flugzeugbau, die Elektrotechnik… und für Nielsen-Rahmenprofile. Durch eine entsprechende Oberflächenveredelung werden unterschiedliche Effekte erzeugt. Aluminiumoberflächen können durch chemische Veredelung (Eloxierung) mattiert oder hochglänzend gestaltet werden. Durch mechanische Bearbeitung wie Bürsten, Schleifen und Polieren wird eine reizvolle Oberflächenstruktur erzeugt. Durch Eloxieren und das hochwertige Nasslackverfahren könen viele Farben angeboten werden. |
| Alurahmen |
Mit ihrer schlichten, geradlinigen Form sind Aluminium-Rahmen der ideale Rahmen für die puristische Bildpräsentation. Universell und unverwechselbar zugleich. Aluminiumprofile haben einen elementaren und stilvollen Charakter. |
| Antireflexglas |
Im Gegensatz zu Normalglas weist das Antireflexglas weniger Reflexionen auf. Es bietet sich deshalb vor allem für die Rahmung von Bildern an, die in hellen Räumen präsentiert werden sollen. Bei der Herstellung von Antireflexglas wird die Oberflächenstruktur durch das Verfahren der so genannten Mikroätzung verändert. Die mattierte Oberfläche verhindert dann die Spiegelungen bei zu starker Sonneneinstrahlung und erzeugt eine angenehme Streuung des Lichts. Bei der Rahmung mit Antireflexglas treten außerdem die Farben und Kontraste der Bilder stärker hervor und das Glas ist trotz der matten Oberfläche fast vollständig transparent. Antireflexglas ermöglicht, dass ein Bild von jedem Standpunkt in einem Raum uneingeschränkt betrachtet werden kann. Wichtig bei der Rahmung mit Antireflexglas zu beachten ist, dass zwischen Glas und Bild ein geringer Abstand vorhanden sein sollte. Grund dafür ist, dass durch die Mattierung die Umrisse des Bildes ansonsten verschwimmen, wenn man es aus einer größeren Entfernung betrachtet. |
| Aufkaschieren |
Das Verbinden mehrerer Lagen gleicher/verschiedener Materialien wird als kaschieren bezeichnet. Dabei werden die Materialien entweder miteinander verbunden, um eine schützende / dekorative Wirkung zu erzielen, oder um eine Addierung der günstigen Eigenschaften der einzelnen Materialien zu erreichen. Man unterscheidet zwischen Nasskaschieren (mit nassem Klebstoff), Trockenkaschieren (mit trockenem Klebstoff) und Thermokaschieren (mit Wärme und Druck). Kaschiert wird mit Hilfe von Kaschiermitteln wie Wachs, Leim oder Wachs. Gerade Fotopapier, Ausdrucke o.ä. sind oftmals sehr dünn und nicht gerade stabil. Bei der Einfassung in einen Rahmen besteht die Gefahr, dass sie hinter dem Glas sehr schnell wellig werden. Um das zu verhindern, werden sie vor der Rahmung auf einen Träger aufgezogen. |
| Barock |
Der Begriff Barock (von ital. barocco = "schiefrund merkwürdig" und franz. baroque = "Auswucherung Warze") bezeichnet eine Epoche zwischen ca. 1550 und 1750. Der Barock ist als Kunst und Kultur des Absolutismus und der Gegenreformation ist vor allem durch üppige, prunk- und prachtvolle Entfaltung bestimmt. Seinen Ursprung hat der Barock in Italien. Von dort breitet er sich hauptsächlich auf die katholischen Länder Europas aus und ist dann in geschwächter Form auch im Rest Europas zu finden. |
| Bilderleiste |
Wird maschinell oder in Handarbeit gefertigt und ist als Einzelstäbe ca. 2-3 m lang. Aus einer Leiste wird in der Verarbeitung durch den Zuschnitt und die Verbindung der Stücke der eigentliche Bilderrahmen hegestellt. Aliases (separate with |): Leiste
|
| Cellulose |
Ist mit ca. 50% der Hauptbestandteil pflanzlicher Zellwände. Cellulose setzt sich aus vielen 100 – 10.000 Molekülen zusammen, die sich zu höheren Strukturen zusammenlagern. Dadurch entstehen reißfeste Fasern. Cellulose ist ein wichtiger Rohstoff bei der Herstellung von Papier, wird aber auch in der chemischen Industrie und vielen anderen Bereichen eingesetzt. Aliases (separate with |): Zellulose
|
| DIN |
DIN-Formate sind in Deutschland die Standardgrößen für Papierformate. Entwickelt wurden diese Maße vom Berliner Ingenieur Dr. Walter Porstmann und im Jahr 1922 vom Deutschen Institut für Normung (DIN) in der DIN-Norm DIN 476 definiert. Aliases (separate with |): DIN-Format
|
| Entspiegelung |
Vermindert die Reflexionen bei Glas und ermöglicht so eine bessere und nahezu originalgetreue Wiedergabe des Kunstwerks. Es gibt verschiedene Techniken, durch die Glas entspiegelt werden kann. Entweder geschieht es durch Ätzung der Oberfläche oder durch die so genannte interferenzoptische Entspiegelung. Entspiegeltes Glas ist zudem in verschiedenen Qualitäten erhältlich. |
| Farben |
Gold und Silberrahmen (z.B. Aluminium silber matt oder glänzend) wirken edel und passen sich leicht der Farbigkeit des Bildes und des umgebenden Raumes an. Silber passt fast immer zu Grafiken und Aquarellen mit Passepartoutrahmung. Bei Öl- und Acrylfarben passen meist Bilder mit kühleren Farben (Blau, Grau usw.) zu einem silbernen Rand. |
| Flabeg |
Das Spezialglas Flabeg ARTControl wird vor allem in Galerien, Museen oder dem Kunsthandel eingesetzt. Durch eine Dünnschicht-Technik wird das Glas in der Herstellung veredelt und ermöglicht so bei den eingerahmten Werken eine originalgetreue Betrachtung. Es werden weder die Gesamtwirkung noch die Farbstimmung beeinträchtigt und das Bild ist trotzdem optimal vor Außeneinflüssen geschützt. |
| Floatglas |
Floatglas wird im so genannten Floatprozess endlos-kontinuierlich hergestellt. Dabei wird das gereinigte, flüssige und über 1000° heiße Glas über einem Bad aus flüssigem Zinn bewegt. Auf der Oberfläche entsteht durch die unterschiedliche Dichte der beiden Stoffe ein sich gleichmäßig ausbreitender Film aus Glas. Am kühleren Ende des Zinnbades erstarrt das Glas in einer mit Stickstoff und Wasserstoff angereicherten Umgebung. Zu diesem Zeitpunkt ist das Glas immer noch 600° heiß und wird kontinuierlich aus dem Bad aus Zinn herausgezogen. In einem Kühlofen wird es anschließend verspanungsfrei heruntergekühlt und gleichzeitig auf seine Qualität kontrolliert und zugeschnitten. Die Vorteile von Floatglas ist, dass es eine geringe Welligkeit aufweist und es nur zu wenigen Einschlüsse kommt. Floatglas wird nicht nur bei Bilderrahmen verwendet, sondern wird seit den 60er Jahren auch für die Herstellung von Fenstern, Spiegeln oder auch Autoscheiben eingesetzt. |
| Format |
Das Format gibt die wesentlichen, bezeichnenden Maße eines Gegenstandes wieder. In der Druck- und Papierindustrie wird das Format in Breite × Höhe angegeben. Daraus ist eindeutig erkennbar, ob es sich um ein Hoch- oder ein Querformat handelt. Standardformate sind hier die so genannten DIN-Formate. |
Bilderrahmen-Wissen.de ist ein Informationsportal rund um das Thema Bilderrahmen, Kunst und Fotografie. Dieses Infoportal ist ein Projekt der artvera GmbH & Co. KG.