Der Keilrahmen ist kein Bilderrahmen im klassischen Sinn, sondern wird für das Aufspannen von Leinwänden verwendet. Die
Leinwand kann ganz einfach mit Hilfe von Nägeln oder starken Tackernadeln auf der Konstruktion aus Weichholz befestigt werden. Anschließend kann die Leinwand dann wie gewünscht und individuell bemalt werden.
Die unfixierten Eckverbindungen sind das Besondere an einem Keilrahmen. Die Leisten stoßen in den Ecken auf
Gehrung zusammen. Dazwischen sind kleine Keile eingelassen, durch die ein nachträgliches Spannen der Leinwand durchgeführt werden kann.
Der Zusammenbau und das Bespannen eines Keilrahmens erfordert ein wenig handwerkliches Geschick. Aber keine Angst: Mit Hilfe einer Anleitung ist es auch für Nicht-Profis einfach, schnell und erfolgreich zu erledigen.
Zusätzlich zu dem erworbenen Keilrahmenset wird ein Hammer, ein leistungsfähiger Tacker, ein kleines Stück
Holz und ein Cutter-Messer benötigt. Und schon kann es los gehen! Am besten eignet sich als Arbeitsfläche eine große, ebene Fläche wie z.B. ein Tisch, der mit einem weichen Tuch ausgelegt wird. Darauf werden die vier Keilrahmenschenkel ausgelegt und anschließend an Nut und Feder zusammengesteckt. Bei größeren Keilrahmen werden für eine höhere Stabilität zusätzlich Querverstrebungen eingesetzt, die einfach in die vorgefertigten Fugen in den Schenkeln gesteckt werden können. Jetzt wird der Rahmen mit Hilfe des kleinen Stücks Holz und dem Hammer ausgerichtet, sowie die Verbindungen der einzelnen Schenkel stabilisiert. Dazu wird das Holz auf die die Außenkanten des Rahmens gelegt und vorsichtig mit dem Hammer beschlagen. Anschließend sollte der Rahmen auf Rechtwinkligkeit überprüft werden, wofür er einfach an eine Tischkante angelegt werden kann. Muss hier nachgebessert werden, sollte erneut mit Hammer und Holz gearbeitet werden. Ist im wahrsten Sinne des Wortes alles im Lot, werden die Kanten des Rahmens mit Schmirgelpapier abgerundet und schon ist der Keilrahmen fertig und kann nun bespannt werden.
Dafür wird die Leinwand mit dem Druck nach unten auf der Arbeitsfläche ausgerollt. Der Rahmen wird anschließend mittig darauf platziert und die Leinwand durch sorgfältiges und vorsichtiges Ziehen ausgerichtet und gespannt. Mit Hilfe von ausreichend Tackernadeln wird die Leinwand dann auf dem Rahmen fixiert. Für eine bessere Passform der Ecken wird die Leinwand an diesen Stellen vor dem Tackern mit dem Cutter-Messer eingeschnitten und nach innen umgeschlagen. Jetzt müssen nur noch die kleinen Holzkeile in die Ecken des Rahmens eingesetzt und mit dem Hammer locker eingeschlagen werden. Das garantiert, dass der Rahmen stabil bleibt und auch dauerhaft seine Form behält.